„Entwicklung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Braunschweig“


Donnerstag, den 8. Dezember 2022; Dr.-Heinrich-Jasper-Saal der SPD in der Schlossstraße 8 (3. OG)

Der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. lädt Interessierte am Donnerstag, den 8. Dezember 2022 um 17.00 Uhr zu einem Vortrag von Prof. Dr. Michael Wettern im Dr.-Heinrich-Jasper-Saal der SPD in der Schlossstraße 8 (3. OG) ein. Der Referent wird zum Thema „Entwicklung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Braunschweig“ sprechen und auf diese Weise sein gleichnamiges Buch vorstellen, das im Jahr 2021 im Appelhans-Verlag erschienen ist. In der Veröffentlichung werden Ursachen von Antisemitismus und Fremdenhass beschrieben, aber auch Möglichkeiten zur Eindämmung aufgezeigt. Es wird dabei zum einen auf die Historie der Entstehung in der Vergangenheit eingegangen, sich aber auch mit aktuellen Erscheinungsformen auseinandergesetzt, die im Raum Braunschweig nicht zu übersehen sind.

Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung notwendig, vorzugsweise per E-Mail an andere_geschichte_braunschweig@t-online.de oder unter der Telefonnummer der Gedenkstätte Schillstraße (0531-2702565). Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist in Präsenz oder über die Online-Plattform ZOOM möglich. Nach einer Anmeldung mit entsprechender Angabe der Präferenz werden die Zugangsdaten per E-Mail übermittelt. Es wird darum gebeten, im Gebäude eine medizinische Maske zu tragen. Die Verantwortlichen freuen sich über zahlreiche Teilnehmende.


Geschichte der jüdischen Gemeinde von Peine

Sonntag, 6.11.22, 14 Uhr, Treffpunkt: Marktplatz Peine
Führung: Dr. Jens Binner, Kreisheimatbund Peine

Mit der Vernichtung der jüdischen Gemeinde im Nationalsozialismus ist auch die Erinnerung an ihre jahrhundertealte Geschichte verloren gegangen. Phasen der Anfeindung und Ausgrenzung, aber auch der Akzeptanz und Anerkennung prägten die Existenz der jüdischen Bürger*innen. Zahlreiche Gebäude zeugen bis heute von der Blütephase der Gemeinde vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ende der Weimarer Republik. Ab 1933 steigerten sich dann Diskriminierung und offene Gewalt bis zum Novemberpogrom 1938 und der Deportation Anfang 1942. An diese wechselvolle Geschichte erinnert die Stadtführung. Vom Damm als Keimzelle der jüdischen Gemeinde geht die ca. 1,5-stündige Führung durch die Fußgängerzone bis zum Synagogenplatz in der Hans-Marburger-Straße.

Neue Peiner Synagoge, eingeweiht 1908


Historischer Dorfrundgang in Timmerlah

Samstag, 8.10.22, 10 Uhr, Treffpunkt: TSV-Heim, Kirchstraße 1, Timmerlah, Führung: Bernd Aumann, Stadtteilheimatpfleger in Timmerlah, Erdmute Trustorff

Der Rundgang beginnt am nördlichen Ende des heutigen Timmerlah und blickt u.a. zurück in die Zeit des 2. Weltkriegs mit dem hier installierten Scheinflughafen. Einflüsse des aufstrebenden Naziregimes lassen sich exemplarisch sehr gut an den Anfängen der nun 100-jährigen Geschichte des Arbeitersportvereins „Frisch Auf“ skizzieren. Weiter suchen wir nach Spuren der NS-Vergangenheit in Timmerlah und danach, wie hier das Ende des Krieges erlebt wurde. Im zweiten Teil des Rundgangs geht Frau Trustorff auf Schicksale wie Zwangsarbeit, aber auch auf die zeitlich viel weiter zurück liegende Hexenverfolgungen ein. Zum Abschluss könnte noch eine Erläuterung der Deckengemälde in unserer Zwiebelkirche folgen.

Die Ohlenhofstraße an einem Feiertag 1938