Auf dem Friedenspfad

Der Friedenspfad führt über die vier Friedhöfe an der Helmstedter Straße, den evangelischen, den jüdischen, den katholischen und den Stadtfriedhof (ehem. Urnenfriedhof). Er nimmt Sie mit auf eine Zeitreise von 1870 bis weit nach 1945. Die Gedenkorte sollen helfen, ein Bewusstsein für die Zerbrechlichkeit von Frieden zu schaffen. Für Frieden steht auch das Ginkgoblatt auf den Wegweiser-Stelen.

Sonntag, 4.7.21, 15 Uhr

Treffpunkt: Friedenskapelle, Helmstedter Straße 54a

Führung: Regina Blume, Gedenkstätte Friedenskapelle g.e.V.

Bei der Führung über den jüdischen Friedhof werden die Herren gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Die jeweiligen Corona-Regelungen sind bitte zu beachten.

Friedenskapelle

Braunschweig im Bombenkrieg

Anlässlich der Befreiung Braunschweigs 1945 organisiert das Friedenszentrum Braunschweig e.V. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Andere Geschichte in jedem Jahr am 12. April einen Rundgang zu Gedenkpunkten an den 2. Weltkrieg und das Kriegsende. In diesem Jahr findet der Spaziergang wegen Terminverschiebungen am 05.06.2021 statt.
Ein etwa 1,5-stündiger Rundgang führt durch die Innenstadt zu Gebäuden und Gedenkpunkten, die vom Leben, aber auch von den Zerstörungen während des Krieges erzählen. Ausgehend von der Skulptur „die Trauernde“ von Paul Egon Schiffers am Dom geht es vorbei am Schloss zum Steinweg, über Wilhelmstraße und Casparistraße zur Münzstraße. Dabei soll neben historischen Fakten insbesondere das kulturelle Leben während der Kriegsjahre berücksichtigt werden.

Samstag, 5.6.21, 15 Uhr Treffpunkt: an der Skulptur „Die Trauernde“ an der Südfassade des Doms, Münzstraße.
Führung: Gabriele Canstein und Elke Almut Dieter.

Die Trauernde

Für die Durchführung gelten ab 2.6.2921 folgende Corona-Auflagen: Während der Führung sind hinreichend große Abstände einzuhalten, sowie eine Mund-Nasen-Bedeckung (FFP2- oder OP-Maske) zu tragen.


Haus der Wissenschaft – eine architekturhistorische Führung

Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex, in dem sich heute u. a. Immatrikulationsamt, Haus der Wissenschaft und Naturhistorisches Museum befinden, entstand im Zeitraum 1935 bis 1937 nach den Plänen des nationalsozialistischen Rektors Emil Herzig. Hier und andernorts versuchten die Nationalsozialisten durch ehrgeizige Bauprojekte ihre Macht eindrucksvoll darzustellen und zu festigen. Das Gebäude beherbergte von 1937 bis 1942 die Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung und von 1942 bis 1945 die Lehrerbildungsanstalt Braunschweig. Hier sollten linientreue nationalsozialistische Lehrer und Lehrerinnen ausgebildet werden. Nach Kriegsende wurde dann in dem kaum zerstörten Gebäude die Lehrerausbildung unter demokratischen Vorzeichen an der Kant-Hochschule fortgesetzt.

Samstag, 19.6.21, 15 Uhr Treffpunkt: Eingang des Hauses der Wissenschaft, Pockelsstraße 11
Führung: Dr. Markus Mittmann, Architekturhistoriker, freier Autor

Die aktuellen Coronabestimmungen müssen eingehalten werden.

Haus der Wissenschaft

Zu einem Lerntag lädt der Arbeitskreis Andere Geschichte am Sonntag, den 13. Juni 2021 um 14.00 Uhr ein:

Spätestens das Attentat gegen die Jüdische Gemeinde in Halle im Oktober 2019 hat die Gefahren deutlich gemacht, die von einem erstarkenden Antisemitismus ausgehen. Zunehmender Rassismus und Rechtsradikalismus in der Gesellschaft bieten einen Nährboden.

In der Veranstaltung wollen wir uns über die aktuellen Tendenzen informieren. Und wir wollen erinnern: Wie entstand ein politischer Antisemitismus im Kaiserreich, welche Rolle spielte er im Braunschweig der 1920er Jahre – wie wurde er von den Nazis aufgegriffen? Welche Gegenwehr gab es?

In der Veranstaltung spricht Hansjörg Pötzsch (3Landesmuseen Braunschweig) über das Entstehen eines politischen Antisemitismus im ausgehenden 19. Jahrhundert, Rebekka Denz (Israel-Jacobson-Netzwerk) erinnert an Gegenwehr aus den Centralverein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Frank Ehrhardt berichtet über die Nutzung antisemitischer Vorurteile durch die NSDAP im Rahmen der Etablierung ihrer Herrschaft in Braunschweig. Katarzyna Miszkiel-Deppe (RIAS – Recherche- und Dokumentationsstelle Antisemitismus) schildert aktuelle Entwicklungen und stellt die Arbeit der Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover und Niedersachsen vor.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der derzeitigen Corona-Bestimmungen auf dem Freigelände der Gedenkstätte statt. Die Teilnahme ist begrenzt. Eine Anmeldung mit den vollständigen Kontaktdaten richten Sie bitte bis zum 9.6.2021 an gedenkstaette@schillstrasse.de. Erforderlich ist nach derzeitigem Stand eine negative Testung vom entsprechenden Wochenende, der Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Gesundung. Die Beiträge werden als Vorträge geboten. Eine Interaktion mit dem Publikum ist leider nicht möglich.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse

Rebekka Denz und Frank Ehrhardt