Westbahnhof – Geschichte und Gegenwart

Mit der aufstrebenden Industrialisierung entstand die Braunschweiger Ringbahn als erster Streckenabschnitt der Braunschweigischen Landeseisenbahn (BLE) und wurde im Sommer 1886 am Nordbahnhof in Betrieb genommen. Der Westbahnhof ragt als bedeutender Güterbahnhof heraus, er verlor seine Bedeutung nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach der endgültigen Stilllegung1986 verwilderte das Bahngelände. Erst mit dem Projekt „Ringgleis“ rückte der Westbahnhof wieder in das Blickfeld von Öffentlichkeit und Planern. Eine neue Zukunft begann.

Samstag, 27.7.19, 15 Uhr

Treffpunkt: Fußgängerbrücke (Höhe Blumenstraße)

Führung: Wolfgang Henschel, Wilhelm Meister

Braunschweiger Westbahnhof ca. 1930

Besichtigung der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Das Strafgefängnis Wolfenbüttel zählte zu den zentralen Haft- und Hinrichtungsstätten Norddeutschlands in der Zeit von 1933 bis 1945. In der Gedenkstätte lassen sich die Schicksale verschiedener Opfergruppen (unter anderem politische Häftlinge, Juden, Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, ausländische WiderstandskämpferInnen, Wehrmachtsangehörige) beispielhaft nachvollziehen.

Zunächst wird in den Räumlichkeiten der ehemaligen Gemeinschaftshaftzellen die Geschichte der Strafanstalt sowie das Thema „Justiz im Nationalsozialismus“erarbeitet. Verdeutlicht werden diese Themen am Beispiel einschlägiger Täter- und Opferbiographien. Zugleich werden die modernen pädagogischen Möglichkeiten der Gedenkstätte am Beispiel der multimedialen Arbeitstische dargestellt. Im Anschluss wird die ehemalige Hinrichtungsstätte besucht: Der historische Ort dient heute der Erinnerung an 526 Menschen, die dort zwischen 1937 und 1945 als Opfer der NS-Justiz starben.

Die TeilnehmerInnen müssen einen gültigen Personalausweis mitführen. Eine Anmeldung ist bis zum 13.06.2019 unter der Telefonnummer 05331-807-343 (Dienstag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr) mit Nennung des Geburtsdatums erforderlich, andernfalls ist keine Besichtigung möglich. Maximale TeilnehmerInnenzahl: 15

Mittwoch, 3.7.19, 15.30 – 18.30 Uhr, Treffpunkt: Gefängniseingang, Ziegenmarkt 10, 38300 Wolfenbüttel
Führung: Dr. Gustav Partington


Der alte Jüdische Friedhof

Nur für besondere Führungen öffnet der alte Jüdische Friedhof an der Hamburger Straße seine Tür für Besucher.

Dieser Friedhof wurde 1799 eingeweiht, er wurde bis 1916 genutzt. Da für Juden ein Grab ein „Ewiges Haus“ ist, sind alle Grabplätze, soweit sie nicht durch besondere Umstände verloren gingen, erhalten. Das macht den Reiz dieser stimmungsvollen Anlage und seiner Geschichte aus.

Eine Anmeldung ist bis zum 15.6.2019 erforderlich: Tel. 0531 2 70 25 65

Herren werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. HöchstteilnehmerInnenzahl 25.

Sonntag, 23.6.19, 15 Uhr Treffpunkt: Eingang Alter Jüdischer Friedhof, Hamburger Straße, gegenüber des Gesundheitsamtes Führung: Renate Wagner-Redding, Reinhard Bein

Alter Jüdischer Friedhof Hamburger Straße


Frauenengagement in Kirche, Schule und Politik

Zu allen Zeiten und in allen Institutionen mussten Frauen darum kämpfen, die gleichen Rechte und Chancen wie Männer zu erobern: in der Synagoge, in der Kirche, in der Schule und in der Politik – überall galt es dabei, Hindernisse zu überwinden. Wir lernen auf diesem Spaziergang die erste Rabbinerin und die ersten Pastorinnen in der evangelischen Kirche kennen, erfahren etwas über staatliche und private Mädchenbildung in Braunschweig und zeigen, wie Frauen sich politisch und sozial engagierten.

Der Spaziergang führt durch die Innenstadt und endet an der Brüdernkirche.
Dauer: ca. 2 Stunden

Samstag, 15.6.19, 15 Uhr Treffpunkt: Hauptportal Martinikirche, An der Martinikirche
Führung: Sabine Ahrens, Lena Kreie

Portal der Brüdernkirche