Das Programm für 2019 ist erschienen! Sie finden es unter „Spaziergänge“.



„Biografien von Opfern nationalsozialistischer Zwangssterilisationen im Land Braunschweig“.

Durch das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ wurden 1934 bis 1945 etwa 300.000 Menschen aus rassistischen und vorgeschobenen Gründen zwangssterilisiert.
Studierende des Instituts für Geschichtswissenschaften der TU Braunschweig haben sich in einem Forschungsseminar mit diesem wenig bekannten Thema befasst und haben Biografien von Opfer aus der Region recherchiert. Sie stellen diese in der Veranstaltung vor und ordnen sie in den Kontext der nationalsozialistischen Medizinverbrechen ein.

Beteiligt sind Loretta Belsanti, Kim Langemann, Jens Alexander Nemitz, Lina-Marie Sittmann, Marla Teufel und als Dozent Dr. Thomas Kubetzky.

Donnerstag, den 16. Mai 2019, um 19.00 Uhr
in der Gedenkstätte Schillstraße


Die Oper „Die Passagierin“ von Mieczyslaw Weinberg wird im Staatstheater Braunschweig noch am 14.5. und am 5.6.2019 jeweils um 19.30 Uhr aufgeführt. Im Rahmen des Begleitprogramms findet

am Sonntag, den 12. Mai 2019 um 16.00 Uhr

in der Gedenkstätte Schillstraße eine Führung

„Von Auschwitz mach Braunschweig. Häftlinge im KZ-Außenlager Schillstraße“
statt. Gerald Hartwig, unser Wiss. Mitarbeiter für Gedenkstättenpädagogik, veranschaulicht den Rüstungseinsatz der zumeist jüdischen Häftlinge in Braunschweig und verdeutlicht, dass Auschwitz vor 75 Jahren für einige Menschen gar nicht „so fern war“.


Der Friedenspfad – Stationen einer bitteren Geschichte

Viele Gräber und Mahnmale in den Friedhofsanlagen an der Helmstedter Straße erinnern an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Gräber deutscher Soldaten, Kriegsgefangener, ZwangsarbeiterInnen, ziviler Bombenopfer, politischer GegnerInnen und Euthanasieopfer der NS-Dikta- tur liegen nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Die Führung folgt dem Friedenspfad, der auf den Friedhöfen an der Helmstedt Straße zu den verschiedenen Gedenkstätten und -orten führt.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Friedenskapelle Braunschweig e.V.

Samstag, 11.5.19, 15 Uhr

Treffpunkt: Friedenskapelle, Helmstedter Straße 54a, gegenüber von Opel-Dürkop
Führung: Andreas Schwarz

Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof

Lager-SS, betriebliche Vorgesetzte und Häftlinge –
Die Organisationsstruktur im KZ Drütte.

Vortrag von Dr. Teri Arias

Mittwoch, 24. April 2019, 19.00 Uhr
Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße, Schillstraße 25

Im Rahmen der „Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes“ zur „Wehrhaftmachung“ Deutschlands wurden 1937 die Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“ im heutigen Salzgitter gegründet. 1942 errichtete die SS das KZ Drütte auf dem Gelände der Reichswerke zur Rüstungsproduktion.

Wie alle anderen KZ verwaltete die SS auch dieses Lager. Sie wirkte dabei mit Zivilisten, die in verschiedenen Abteilungen der Reichswerke angestellt waren, zusammen. Ein Einblick in diese besondere Organisationsstruktur – vom Lagerkommandanten, General­direktor, Ingenieuren bis zu den Funktionshäftlingen – wird in dem Vortrag von Dr. Teri Arias anhand der Geschichte des Lagers und ausgewählter Biografen präsentiert.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Inszenierung „Die Passagierin“ im Staatstheater Braunschweig.