Am 3. März 1943 wurde der Lagerplatz der Sinti in Veltenhof von Gestapo, Kriminal- und Schutzpolizei geräumt. Mehrere hundert Bewohner mussten ihre Wohnwagen zurücklassen und durften nur wenig Gepäck mitnehmen. Sie wurden vermutlich zum Braunschweiger Ostbahnhof gefahren und dort einem Zug angegliedert, der in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau fuhr. Nur wenige der Braunschweiger Sinti haben diese Deportation überlebt.

Der Arbeitskreis Andere Geschichte bietet am Vortag des Gedenktages, am Freitag, den 2.3.2018, eine Rundfahrt zur Information über die Verfolgung der Sinti in Braunschweig an, die mehrere Erinnerungsorte anfährt. So sind die Erinnerungsstätte für die verfolgten und ermordeten Sinti im Braunschweiger Rathaus und das Gelände des früheren Sammellagers in Veltenhof Ziele der Fahrt. An der Durchführung der Fahrt ist die Gedenkstätte Friedenskapelle, der Heimatpfleger des Stadtbezirks Rühme-Veltenhof und das Projekt „Auf Spurensuche“ der Nibelungen-Realschule beteiligt. Sie sind zu dieser Informationsfahrt herzlich willkommen.

Die Rundfahrt startet um 14.00 Uhr an der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße. Wir bitten um Anmeldung unter 0531 / 2702565.


In Braunschweig finden jedes Jahr Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Im beigefügten Prospekt gibt es einen Überblick über die Vorhaben unterschiedlicher Veranstalter in der ersten Jahreshälfte. Diese möchten damit die wichtige Arbeit an der Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus unterstützen und die Bedeutung des Gedenkens für eine demokratische Zukunft fördern.

Veranstaltungsprogramm zwischen 27. Januar und 8. Mai Braunschweig 2018 hier:

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus


Offene Führung in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße

Die Gedenkstätte Schillstraße bietet eine öffentliche Führung für interessierte EinzelbesucherInnen an, die mehr über die Geschichte des historischen Ortes und die Gedenkstätte erfahren möchten. Im Rahmen eines Rundganges durch die Außenanlagen werden die verschiedenen baulichen Relikte und Erinnerungszeichen vorgestellt sowie die Hintergründe zum Schilldenkmal erläutert. Ein Kurzfilm mit einem virtuellen Modell des KZ-Außenlagers macht dessen Aufbau und frühere Lage auf dem Gelände des heutigen BraWoParks nachvollziehbarer. Anhand eines anschließenden Videointerviews können sich die Teilnehmenden beispielhaft mit der Biografie eines ehemaligen Häftlings auseinandersetzten. Zum Abschluss wird in das „Offene Archiv“ der Gedenkstätte eingeführt und die Möglichkeit zur Sichtung von sich darin befindlichen Kassetten geboten.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Datum: Montag, 19. März 2018
Beginn: 15:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Schillhaus (Schillstraße 25)
Führung: Gerald Hartwig


Sie finden ihn, zusammen mit den älteren Ausgaben, auf der Rundbrief-Seite.

Rundbrief