„Banden- und Cliquenbildungen Hamburger Jugendlicher während
des Krieges (1940 bis 1943)“.
Aus­einandersetzung mit einer Dissertation aus dem Jahre 1944

Bis vor kurzem schlummerte die von Hans-Herbert Krüger 1944 verfasste Doktorarbeit in der rechtswissen­schaftlichen Bibliothek der TU Braunschweig. Sie enthält reichhaltiges Material für die Beschäftigung mit der Justiz- und Wissenschaftsgeschichte des Nationalsozialismus und vor allem zur Jugendopposition wäh­rend des Krieges.

Prof. Dr. Edmund Brandt, Leiter des Instituts für Rechtswissenschaften der TU Braunschweig, wird seine Forschungsergebnisse zu dem Themenfeld präsentieren und zur Diskussion stellen.

Donnerstag, 19.04.2018, 19.00 Uhr

 


Hochschulhistrorische Spuren entlang der Pockelsstraße

Der Rundgang mit Kurzvortrag und Ausstellungsführung widmet sich Spuren der Braunschweiger Hochschulgeschichte auf dem Weg zwischen TU-Altgebäude und Haus der Wissenschaft. Selten gezeigte Fotos und Filmausschnitte machen Teile der Vergangenheit dieses Ortes anschaulich. Beleuchtet wird besonders die Geschichte des Gebäudes und Grundstücks des Hauses der Wissenschaft – vielen noch als Kant-Hochschule oder kurz „PH“ bekannt. Den Abschluss bildet eine Führung durch die 2016 eröffnete Dauerausstellung „Vom Kleinen Exer zum Haus der Wissenschaft“ über die Geschichte des Gebäudes, in dem sich bis 1978 die Pädagogische Hochschule und ursprünglich die nationalsozialistische Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung befanden.

Samstag
5.5.18
15 Uhr
Treffpunkt: Treppe vor dem TU-Altgebäude, Pockelsstraße 4
Führung: AG Hochschulgeschichte


Die Pockelsstraße im Jahr 1913, rechts die Technische Hochschule


Gedenkorte zur NS-Geschichte

Anlässlich des Jahrestages zur Befreiung Braunschweigs am 12. April 1945 organisiert das Friedenszentrum Braunschweig e.V. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Andere Geschichte auch in diesem Jahr einen Rundgang zu Gedenkpunkten zur NS-Geschichte in unserer Stadt. Treffpunkt für die etwa 1 1⁄2-stündige Führung ist die Ostseite des Domes an der Skulptur „Die Trauernde“. Der Rundgang führt durch die Innenstadt u.a. an den Ort der Sondergerichte, der Kapitulationsunterzeichnung, der Bücherverbrennung und endet in der Mauernstraße.

Sonntag
8.4.18
15 Uhr
Treffpunkt: Ostseite des Domes
Führung: Silke Böhme


Die Trauernde
Foto: Alexandra Funke


Das Programm für 2018 ist erschienen! Sie finden es unter „Spaziergänge“.

 


Die SPD nach 1945: Der verdrängte Widerstand

Aus den Trümmern des „Dritten Reiches“ eine demokratische und sozial gerechte Gesellschaft aufzubauen, war das erklärte Ziel der SPD nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dafür jedoch waren ihre vielfach aus Haft und Emigration zurückgekehrten Funktionäre auf die Unterstützung von Millionen ehemaliger „Volks-genossen“ angewiesen. Dr. Kristina Meyer, Friedrich Schiller – Universität Jena, zeichnet in ihrem Buch „Die SPD und die NS-Vergangenheit 1945-1990“ den Umgang der deutschen Sozialdemokratie mit der NS-Diktatur von der Wiedergründung der Partei bis 1990 nach. Der vergangenheitspolitische Weg der SPD in der alten Bundesrepublik erweist sich dabei als eine permanente Gratwanderung zwischen dem Streben nach gerechter Aufarbeitung der NS-Geschichte einerseits und den Bedürfnissen nach „innerer Versöhnung“ andererseits. Mit einem „Gestus der Bescheidenheit“ und einer raschen Annäherung an ein Narrativ, das den gescheiterten Aufstand des 20. Juli in den Mittelpunkt rückte, so Kristina Meyers These, trug die SPD selbst dazu bei, dass das Gedenken an die eigenen Widerstandskämpfer für viele Jahre verdrängt wurde.

Donnerstag, 24.5.2018, 19.00 Uhr