August 1945 – Martha Fuchs zurück in Braunschweig

Am 23. August vor 75 Jahren kehrte Martha Fuchs nach einem Jahr und einem Tag in ihre Heimatstadt, die sie kaum wiedererkannte, zurück. Vom beschädigten Bahnhof aus wanderte sie durch die in Trümmern liegende Stadt langsam der Allerstraße 13 entgegen. Wir wollen einen Teil des Weges gemeinsam gehen und an einigen Stellen, die mit Martha Fuchs zu tun haben, Station machen.

Sonntag, 23.8.20, 15.00 Uhr

Treffpunkt: Alter Bahnhof, Brücke am Kalenwall

Führung: Regina Blume

Martha Fuchs im Sommer 1945

Coronabedingt müssen TeilnehmerInnen, die zu verschiedenen Hausständen gehören, während der Führung einen Abstand von 1,5 m halten. Jede teilnehmende Person ist verpflichtet eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.


„Sterne ohne Himmel – Kinder im Holocaust“

23. August – 28. September 2020 in der Gedenkstätte Schillstraße

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 23. August 2020 um 14.00 Uhr

Zur Eröffnungsveranstaltung im Außenbereich der Gedenkstätte sind Interessierte herzlich eingeladen. Nach einer Begrüßung durch Martina Staats (Arbeitskreis Andere Geschichte e. V.) gibt Diana Gring (Gedenkstätte Bergen-Belsen) in einem kurzen Einführungsvortrag einen Überblick über die Situation von verfolgten jüdischen Kindern im Nationalsozialismus.

Es wird um Anmeldung per E-Mail oder Telefon (gedenkstaette@schillstrasse.de / 0531 2702565) im Voraus gebeten. Die allgemeinen Abstandsregeln müssen eingehalten werden, zudem besteht Sitzplatzpflicht. 

Nachfolgend ist die Ausstellung bis 18.00 Uhr zugänglich und es werden in Kooperation mit dem Bezirksjugendwerk der AWO Braunschweig e. V. verschiedene pädagogische Aktivitäten angeboten. Kinder und Jugendliche können auf fotografische Erkundungstour gehen, ihre Eindrücke in Videosequenzen festhalten und künstlerisch-kreativ z. B. Friedenssymbole gestalten. Bei Regen entfällt dieser Programmpunkt.

Erweiterte Öffnungszeiten im Ausstellungszeitraum:

Mo, Di, Mi, Sa 14.00 – 17.00 Uhr

Do 16 – 19.00 Uhr

Fr und So geschlossen

Samstag, 05. und 26. September 2020 (11.00 – 14.00 Uhr)

Workshop „Kinder im Holocaust“

An zwei Samstagen im September bietet die Gedenkstätte Schillstraße zur Sonderausstellung „Sterne ohne Himmel“ thematische Workshops für Jugendliche ab 14 Jahren an. Dabei können sie sich intensiv mit den Themen der Ausstellung auseinandersetzen. Das Angebot bietet einen niedrigschwelligen Zugang und führt die Teilnehmenden sensibel an die historische Thematik heran. Wir bitten um eine Anmeldung durch die Erziehungsberechtigten im Voraus (gedenkstaette@schillstrasse.de / 0531 2702565). Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere pädagogische Angebote

Für kleinere Gruppen sind Workshops in der Gedenkstätte Schillstraße zur Ausstellung „Sterne ohne Himmel“ unter Berücksichtigung der geltenden Maßnahmen zur Corona-Prävention möglich, auch außerhalb der Öffnungszeiten. Alternativ können thematische Workshops auch extern (z. B. in Schulen) durchgeführt werden. Lehrer*innen und weitere Multiplikator*innen können sich zur Besprechung von verschiedenen Möglichkeiten gerne mit uns in Verbindung setzten (gedenkstaette@schillstrasse.de / 0531 2702565). Alle Angebote sind kostenfrei.


Seit dem 12. Mai 2020 ist das Gebäude der Gedenkstätte Schillstraße während der regulären Öffnungszeiten am Dienstag und Mittwoch (14:00-17:00 Uhr), am Donnerstag (16:00-19:00 Uhr) sowie am ersten Samstag eines Monats (14:00-17:00 Uhr) wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Wiedereröffnung erfolgte nach einer mehrwöchigen Schließzeit unter Berücksichtigung der Auflagen zur Corona-Prävention. Grundlegende Abstands- und Hygieneregeln gelten auch für den Besuchsbetrieb in den Räumlichkeiten der Gedenkstätte. Bei einer Besuchsplanung bitten wir Sie folgende Regeln und Abläufe zu beachten:

  • Kein Zutritt für an Covid-19 Erkrankte, Kontaktpersonen sowie Menschen mit Erkältungssymptomen und aus Risikogebieten
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist im Gebäude verpflichtend
  • Reinigen Sie Ihre Hände nach Betreten des Gebäudes und nach einem Besuch der Toiletten bitte mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel
  • Im Gebäude sowie beim Warten vor der Eingangstür muss zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden (sofern Sie nicht zu einer Familie bzw. einem Hausstand gehören)
  • Das eigenständige Berühren von Ausstellungselementen, Archivkassetten und technischen Geräten ist untersagt. Auf Nachfrage stellen wir Ihnen dafür gerne Handschuhe zur Verfügung
  • Bei Nichtbeachtung der obigen Regeln müssen wir Ihnen den Aufenthalt im Gebäude verwehren

Pädagogische Betreuungen von Gruppen sind vor Ort gegenwärtig nur sehr eingeschränkt möglich. Workshops und weitere Bildungsangebote werden zur Zeit nur für Gruppen mit weniger als zehn Personen angeboten. Alternativ können Angebote von uns aber auch extern (z.B. in Schulen) durchgeführt werden. Gerne können wir uns mit Ihnen über verschiedene Möglichkeiten austauschen: gedenkstaette@schillstrasse.de / 0531-2702565.       

Auch für die Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte ist dieses eine besondere Situation. Herzlichen Dank, dass Sie mithelfen die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

Das Team der Gedenkstätte

(Stand: 4. August 2020)


„Der Mord an Heinrich Jürgens und Dr. Fritz Zschirpe“

Durch die Corona-Pandemie bleibt wenig von unserem Halbjahresschwerpunkt „Vor 75 Jahren. NS-Verfolgung in Zeiten des Zusammenbruchs“. Öffentliche Veranstaltungen sind in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße nach wie vor nicht denkbar. Wie nutzen nun das Außengelände und möchten noch einen weiteren Beitrag des Programms nachholen:

Am 11. April 1945 wurde in Schandelah der Bürgermeister Heinrich Jürgen (Mitglied der NSDAP) und der Arzt Dr. Fritz Zschirpe (auch zuständig für das KZ Schandelah) von fanatischen Nazis der Akademie für Jugendführung in Braunschweig ermordet. Am Vortrag war es in der Ortschaft zu einer unglücklichen Verkettung von Ereignissen, die sich um die Panzersperren im Ort drehten, gekommen.

Diethelm Krause-Hotopp hat sich erneut mit den Vorkommnissen befasst und die umfängliche Aktenüberlieferung der Gerichtsverfahren gelesen, die in den Nachkriegsjahren gegen mehrere HJ-Führer geführt wurden. Er spricht über das Geschehen, die juristische Aufarbeitung der Morde und die Erinnerungskultur in späteren Jahren.

Donnerstag, 16. Juli 2020, 19.00 Uhr 

Dr. Diethelm Krause-Hotopp

„Der Mord an Heinrich Jürgens und Dr. Fritz Zschirpe“

Die Veranstaltung findet auf dem Freigelände neben der Gedenkstätte statt. Aufgrund der Regelungen des Infektionsschutzes, an die wir uns halten wollen, ist es nur möglich, eine begrenzte Anzahl Stühle zu stellen. Wir bitten deshalb um eine Anmeldung über gedenkstaette@schillstrasse.de. Wir melden uns, wenn keine Plätze mehr verfügbar sind. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.