Vor 80 Jahren – Das Novemberpogrom in der Region Braunschweig

Einen lokalen Vergleich ermöglicht eine Nachmittagsveranstaltung: Mit drei Beiträgen werden die Vorgänge in Braunschweig, Bad Harzburg und in Gifhorn vorgestellt. Frank Ehrhardt umreißt die Entwicklung seit dem ersten Warenhaussturm in Braunschweig bis in das Jahr 1938. Markus Weber berichtet über Bad Harzburg, das seit dem 19. Jahrhundert als Kurort auch von jüdischen Gästen gerne besucht wurde. Folgerichtig wurden ein Hotel und eine Pension Ziel von SS- und SA-Leuten am 10. November. Dr. Manfred Grieger wendet sich am Beispiel der Landstadt Gifhorn dem Schicksal der dort lebenden Juden und sogenannter „Mischlinge“ zu.

Wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze ist eine telefonische Anmeldung unter 0531 / 2702565 oder als Email an gedenkstaette.schillstrasse@braunschweig.de erforderlich.

Sonntag, 4.11.2018, 14.00 Uhr


Besichtigung der teilweise neugestalteten Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Das Strafgefängnis Wolfenbüttel zählte zu den zentralen Haft- und Hinrichtungsstätten Norddeutschlands in der Zeit von 1933 bis 1945.
Zunächst wird die neugestaltete ehemalige Hinrichtungsstätte besucht: Der historische Ort dient heute der Erinnerung an 527 Menschen, die dort zwischen 1937 und 1945 starben. Gezeigt werden auch eine ehemalige Gemeinschaftshaftzelle sowie eine Einzelarrestzelle. An neu entwickelten multimedialen Arbeitstischen können die TeilnehmerInnen sich selbstständig vertiefend zu den Themen Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus informieren.
Im Anschluss erfolgt ein gemeinsamer Spaziergang zum Städtischen Friedhof Lindener Straße zum Gräberfeld 13a. Zur Zeit findet gerade ein Schülerwettbewerb statt, um mit einer neuen Gedenkstele für die Familienangehörigen der im Strafgefängnis hingerichteten und an das Anatomische Institut in Göttingen überführten Menschen einen Gedenkort zu schaffen.

Die TeilnehmerInnen müssen einen gültigen Personalausweis mitführen. Eine Anmeldung ist bis zum 1.10.2018 unter der Telefonnummer 05331-807-343 mit Nennung des Geburtsdatums erforderlich, ansonsten ist keine Besichtigung möglich.
Max. TeilnehmerInnenzahl: 25

Samstag
20.10.18
14–17 Uhr
Treffpunkt: Gefängniseingang, Ziegenmarkt 10, 38300 Wolfenbüttel.
Führung: Martina Staats

 

Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel


Westbahnhof – Geschichte und Gegenwart

Mit der aufstrebenden Industrialisierung entstand die Braunschweiger Ringbahn als erster Streckenabschnitt der Braunschweigischen Landeseisenbahn (BLE) und wurde im Sommer 1886 am Nordbahnhof in Betrieb genommen. Der Westbahnhof ragt als bedeutender Güterbahnhof heraus, er verlor seine Bedeutung nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach der endgültigen Stilllegung1986 verwilderte das Bahngelände. Erst mit dem Projekt „Ringgleis“ rückte der Westbahnhof wieder in das Blickfeld von Öffentlichkeit und Planern. Eine neue Zukunft begann.

Samstag
29.9.18 
15 Uhr

Treffpunkt: Fußgängerbrücke (Höhe Blumenstraße)
Führung: Wolfgang Henschel, Wilhelm Meister

Braunschweiger Westbahnhof ca. 1930
Foto: Stadtarchiv


Vor 100 Jahren: 8 Frauenleben

Die Führung stellt acht Braunschweiger Frauen vor, die bereits vor 100 Jahren mutig einen für sie ungewöhnlichen Lebensweg eingeschlagen haben. Sie sind auf sozialem, künstlerischen, politischen und wissenschaftlichem Gebiet hervorgetreten. So folgen wir beispielsweise der Geschichte von Margarethe Breymann, Braunschweigs erster Gynäkologin.
Der Rundgang wird im Rahmen einer Ausstellung angeboten, die in Kooperation mit dem Gleichstellungsreferat Braunschweig im Herbst gezeigt wird.

Samstag
15.9.18
15 Uhr
Treffpunkt: Altstadtrathaus
Führung: Lena Kreie, Sabine Ahrens

Margarethe Breymann, Braunschweigs erste Frauenärztin